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Bestattung
Im Islam stellt der Tod nicht das absolute Ende des Daseins dar.
Er ist vielmehr der Übergang vom diesseitigen Leben in das
Jenseits (arabisch = "ahireti").
Nach Eintreten des Todes muss der Leichnam nach islamischen Vorschriften
für das Begräbnis vorbereitet werden. Dazu gehört
auch, dass der Leichnam möglichst rasch begraben und damit
die Würde des Verstorbenen bewahrt wird.
Was ist zu tun mit einem im Sterben liegenden Muslim
oder einer Muslima?
- Der oder die Sterbende ist in Richtung Mekka zu legen, und
zwar auf eine der beiden folgenden Arten: Entweder auf die rechte
Seite, das Gesicht gegen Mekka gerichtet, oder auf dem Rücken
mit den Füssen Richtung Mekka. Dabei wird der Kopf etwas
angehoben, so dass das Gesicht gegen Mekka gerichtet ist. Die
erste Art wird bevorzugt.
- Den oder die Sterbende an das Glaubensbekenntnis erinnern:
«Es gibt keine Gottheit ausser Allah, Muhammad ist sein
Prophet.» Dies muss in respektvoller Weise und diskret
getan werden. Ebenso sollte man dies nicht zu oft wiederholen,
um den oder die Sterbende nicht zu belästigen. Man sollte
sie oder ihn nicht dazu zwingen; der Respekt gegenüber
dem Sterbenden und die Ruhe muss beachtet werden. In schwerwiegenden
Fällen wie Schwäche, Koma usw. können auch die
Glaubensgeschwister das Glaubensbekenntnis mit und für
den Sterbenden sprechen.
- Der/dem Sterbenden wird im Moment seines Todes das Familiemitglied,
das ihm am nächsten steht, zugeführt, damit es sie/ihn
an Gott, das Bittgebet zur Vergebung seiner Sünden und
an das Testament erinnere.
- Die Gebete für sie/ihn und für die Helfer sollten
zahlreich sein und der Qur'an sollte rezitiert werden, insbesondere
die Sura «Yasin». Die Rezitation sollte sehr diskret
sein, um die oder den Sterbenden nicht zu beunruhigen. Nach
dem Eintritt des Todes soll die Rezitation des Korans aufhören,
da diese Praxis von der Sunna des Propheten nicht anerkannt
ist.
- Es ist demjenigen, der bei der oder dem Sterbenden wacht,
empfohlen, ihr oder ihm die Wohltaten Gottes, des Erhabenen,
in Erinnerung zu rufen, um sein Vertrauen und seinen Glauben
in Gottes Allmacht und Herrlichkeit zu stärken. In der
heiligen Überlieferung lesen wir: «Ich bin, wie mich
mein Knecht sieht.»
Was ist zu tun, wenn der Tod eingetreten ist?
- Die Augen schliessen.
- Den Unterkiefer an den Kopf binden, um dadurch das Herunterhängen
des Kiefers durch Erschlaffung zu verhindern.
- Auf den Bauch einen angemessenen Gegenstand legen, um zu verhindern,
dass er sich aufbläht.
- Wenn möglich sofort nach dem Tod die Gelenke sanft beugen.
Die Gelenke so beugen, dass die Arme gegen die Vorderarme, die
Vorderarme gegen die Seiten des Körpers, die Beine gegen
die Oberschenkel, die Oberschenkel gegen den Bauch liegen. Durch
diese Körperlage wird die Waschung des Körpers erleichtert.
- Die oder der Verstorbene wird leicht gehoben und das Gesicht
gegen Mekka gerichtet.
- Sie oder er wird entkleidet und mit einem Tuch zugedeckt,
das den ganzen Körper bedeckt.
- Sich beeilen, die Schulden des Verstorbenen zu begleichen.
- Es ist angebracht, die Verwandten und Bekannten über
ihren oder seinen Tod zu informieren, damit sie an der Bestattung
teilnehmen können.
- Es ist verboten, mit lauter Stimme zu trauern und weinen oder
gar sich auf die Wangen zu schlagen, die Kleider zu zerreissen
usw. Es ist nicht verboten zu weinen, denn Trauer ist ein Ausdruck
der Liebe und Barmherzigkeit eines Menschen zum anderen; der
Gefühlausdruck sollte jedoch angemessen sein. Die trauende
Person soll das Leid geduldig tragen und auf den Trost und die
Belohnung Gottes warten, denn der Verstorbene ist ein Gott anvertrautes
Geschenk und Er hat sie zu sich genommen.
- Aus Respekt für den Toten ist es empfohlen, sich mit
der Vorbereitung der Bestattung zu beeilen.
- Nach der vorgeschriebenen Waschung und Bekleidung des Verstorbenen
wird das Totengebet durchgeführt.
As Salamu Alaikum Wa Rahmatullahi
Wa Barakatuhu.
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